Mittwoch, 8. Februar 2006
Können Sie mir ein Licht geben?
Viele Leute die ich kenne lehnen Synchronisationen ab. Das wäre böse und falsch. Ich persönlich bin ein Fan von Synchros und mir sind viele deutsche Stimmen einfach näher als die Originalstimmen. Hat halt auch ein bißchen was mit Gewohnheit zu tun. Aber wenn ich die Wahl habe, ziehe ich die charmante Stimme Gerd-Günthers Hoffmans dem abgehackten Gestammele von William Shatner doch allemal vor.

Wie auch immer, es gibt gute Synchros und schlechte Synchros. Und viele der Leute, die sich in ihrer Herrlichkeit für echte "Cineasten" halten, lehnen ja wie gesagt Synchros komplett ab. Und da es eben auch schlechte Synchros gibt, wird da gerne schnell der Finger gehoben und darauf gezeigt, wie falsch das da übersetzt wurde.

Aber wer regt sich bitte darüber auf, wenn in einem teuren Hollywoodfilm von Signore Spielbergo, der einiges an Millionen gekostet hat, eine extrem beschissene Übersetzung vorkommt? Wir sprechen heute mal nicht über "Schieß den Fenster" oder "Wir sind im Heizehaus" (WAS IST DAS???) aus "Stirb langsam", sondern über "Munich" (zu deutsch: "München", das ist eine Stadt in Bayern). Und da sagt (der im Film aus Deutschland stammende) Eric Bana: "Können Sie mir ein Licht geben?"

Ist das symbolisch gemeint? Sucht der Charakter nach der Erleuchtung? Oder ist das nur eine der peinlichsten Übersetzungen, die man sich vorstellen kann? Und wenn, wie kann soetwas in einem wirklich wirklich teuren Film passieren?

Oh, da würde mich interessieren... was sagt er an der Stelle denn in der deutschen Synchronfassung?

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